Was Apple auf der WWDC 2013 alles vorstellen könnte

Die diesjährige WWDC steht unmittelbar bevor, am Montagabend um 19 Uhr unserer Zeit werden Tim Cook und andere wichtige Apple-Vertreter die Bühne betreten. Da Apple seit Monaten keine neuen Produkte mehr auf den Markt brachte und vieles im Sortiment langsam dem Ende der Produktlebenszeit entgegenschreitet, wird die WWDC 2013 von vielen interessierten Nutzern mit besonderem Interesse erwartet. Neben den als sicher geltenden Vorstellungen von OS X 10.9, iOS 7 sowie Hardware-Aktualisierungen, zählen auch die Einführung eines neuen Streaming-Dienstes, der Nachfolger des Mac Pro sowie Aktualisierungen bei iPhone und iPad zu denkbaren Neuerungen. MacTechNews.de hat in einer Übersicht zusammengefasst, welche wichtigen Themen auf der WWDC voraussichtlich behandelt werden und in welchen Bereichen Ankündigungen zu erwarten sind.

OS X 10.9
Dass Apple den Nachfolger von Mountain Lion präsentiert und einen Blick auf die neuen Funktionen bietet, gilt als sicher. In der Pressemitteilung zur WWDC hatte Apple bereits sehr deutlich darauf hingewiesen, neue Versionen von OS X und iOS an Entwickler auszuhändigen. Gerüchte zu den neuen Funktionen gab es einige. So soll 10.9 Tabs in Finder-Fenstern mitbringen und auch die Möglichkeit bieten, auf Systemen mit mehreren Displays mehrere Vollbild-Apps gleichzeitig bzw. einen Space pro Bildschirm ausführen zu können. Für Entwickler steht zudem mit Xcode 5 ein großes Update der Entwicklungsumgebung an. War es bislang ausgesprochen umständlich, Programme für iOS oder Mac App Store an Betatester zu verteilen, so wird es angeblich endlich Verbesserungen in diesem Bereich geben. Offen ist , wann der Verkaufsstart erfolgen kann. Den meisten Einschätzungen zufolge muss man sich noch bis Herbst gedulden. Gestern kam hingegen ein Bericht auf, wonach Apple angeblich schon viel weiter als gedacht ist und OS X 10.9 schon im Sommer bereitstehen könnte.

iOS 7
Seit Wochen geistern immer wieder Meldungen durch die Gerüchteküche, Apple spendiere iOS 7 ein frischeres Aussehen und überarbeite die Oberfläche. Der Einfluss von Jonathan Ive und sein Fokus auf einfaches, schlichtes Design soll dabei eine große Rolle spielen. Mehrfach hieß es, Apple werde Apps wie Kalender, Mail sowie den Zeitungskiosk signifikant überarbeiten. Auch von neuen Eingabeformen wie berührungsloser Gestensteuerung war die Rede, Verbesserungen der iCloud-Anbindung sowie der Karten-App zählen ebenfalls zu recht wahrscheinlichen Neuerungen.

MacBook Pro/MacBook Air
Intels neue Haswell-Plattform steht seit Anfang des Monats bereit. Es gilt als sicher, dass Apple MacBook Pro und MacBook Air auf die neue Architektur umstellen wird. Neben verbesserter Rechen- und Grafikleistung soll Haswell längere Akkulaufzeiten ermöglichen; für Notebook-Hersteller eine besonders wichtige Entwicklung. Vor einigen Tagen kamen Gerüchte auf, Apple werde das MacBook Pro 13″ mit Retina-Display noch dünner machen, das MacBook Air soll mit einem zweiten Mikrofon zur Verbesserung der Gesprächsqualität versehen werden. Das MacBook Pro ohne Retina-Display soll sich weiterhin im Sortiment befinden; größere Änderungen sind aber nicht mehr zu erwarten.

Mac Pro – oder der Nachfolger davon
Als Antwort auf Kritik am extrem langen Modellzyklus der “aktuellen” Generation des Mac Pro war im letzten Sommer von Apple zu hören, man arbeite an einer neuen Lösung, die 2013 erscheinen solle – drei Jahre nach der letzten echten Aktualisierung. Um ein klassisches Tower-Konzept mit voller Erweiterbarkeit wird es sich aber aller Wahrscheinlichkeit nicht mehr handeln. Wie ein solches Modell aussehen könnte bleibt spannend. Gestern hieß es, Apple arbeite an etwas “vollständig Neuartigem”, das stark auf Thunderbolt setze, keine Erweiterungskarten mehr unterstütze und mit zwei Grafikchips ausgestattet sei.

iRadio
Dass Apple an einem Streaming-Angebot für Musik arbeitet und sich deswegen schon mit einigen Rechteinhabern auf Lizenzmodelle geeinigt hat, gilt ebenfalls als sicher. Angesichts langwieriger Verhandlungen bleibt aber offen, wie schnell Apple einen solchen Dienst auf den Markt bringen kann. Da der Markt für Streaming-Dienste boomt und Anbieter wie Spotify oder Pandora sehr erfolgreich sind, muss Apple das bisherige Geschäftsmodell überdenken. Berichten zufolge will Apple den Nutzern des Internet-Radios aber mehr Freiheiten als die Konkurrenten bieten, sodass sich Lieder auch beliebig Vor- und Zurückspulen lassen.

Neues iPhone
Das iPhone 5 erschien im Oktober 2012, der Nachfolger wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. Laut Tim Cook verfolge Apple weiterhin die Strategie, pro Jahr ein neues Modell auf den Markt zu bringen. Ein japanischer Mobilfunkanbieter hatte das iPhone 5S schon für den 20. Juni angekündigt und als Neuerungen die verbesserte Kamera sowie iOS 7 aufgeführt. Andere Gerüchtequellen sprachen davon, Apple ersetze den Home-Button durch eine berührungsempfindliche Oberfläche, um so die Defektursache Nummer 1 zu beseitigen, nämlich den mechanischen Button. Die Präsentation eines günstigeren iPhone-Modells zur WWDC ist hingegen sehr unwahrscheinlich. Wenn Apple daran arbeitet (Tim Cooks auf der D11 getroffenen Aussagen deuteten darauf hin), so ist frühestens ab Herbst mit einer weiteren Modellreihe zu rechnen.

Neues iPad/iPad mini
Zum iPad der fünften Generation gibt es widersprüchliche Angaben. Ein Zubehörhesteller ist sich der Sache zumindest sicher und kündigte jetzt bereits Schutzhüllen an, andere Gerüchtequellen äußern sich jedoch verhaltener. Das Design soll sich am iPad mini orientieren und auf den seitlichen Rahmen am Display verzichten. Während beim iPhone der 5. Generation Design-Änderungen sowie schnellere Hardware zu den wahrscheinlichsten Neuerungen zählen, so steht beim iPad mini die Umstellung auf ein Retina-Display an. In einigen Testberichten wird die Auflösung des iPad mini kritisiert (1024×768), die Darstellungsqualität liegt damit deutlich unter der eines iPads mit 9,7″-Display.

Sonstiges
Die iWatch, ein Computer am Handgelenk, gilt zwar bei vielen Marktbeobachtern als sehr wahrscheinliche Neuerung der kommenden Monate, zur WWDC erfolgt die Vorstellung allerdings eher nicht. Womit man aber ebenfalls rechnen kann sind Programmupdates, so zum Beispiel für die iLife- oder auch die schon lange nicht mehr grundlegend überarbeitete iWork-Suite.

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